Das Team Sonnenwagen Aachen e.V. besteht aus rund 50 ehrenamtlich engagierten Studenten der RWTH Aachen und der Fachhochschule Aachen. Bereits zum zweiten Mal nach 2017 geht das Team beim härtesten Solarfahrzeugrennen der Welt an den Start: bei der World Solar Challenge 2019, die mehr als 3000 km durch das australische Outback führt!

Team Sonnenwagen

Gestartet wird am 13. Oktober in Australiens nördlichster Großstadt Darwin, Ziel ist das an der Südküste gelegene Adelaide, das nach 1 Woche erreicht werden soll. Insgesamt starten fast 50 Universitätsteams aus der ganzen Welt in zwei unterschiedlichen Klassen:

  1. Die Challenger Class, die ursprüngliche, reine Rennklasse: hier fahren futuristisch anmutende, einsitzige Solar-Rennwagen, die nach Rennstart nicht mehr am Netz aufgeladen werden dürfen. In dieser Klasse startet Team Sonnenwagen – übrigens als einziges Team aus Deutschland!

  2. Die Cruiser Class, eine Klasse für etwas „praktischere“ Fahrzeuge, die näher an der Alltagstauglichkeit sind: hier muss z.B. mindestens ein Passagier mitbefördert werden, dafür darf aber nach jeweils 1200 km nachgeladen werden.

Selbstverständlich arbeitet das ehrenamtliche studentische Team zur Bewältigung einer solchen Herausforderung mit verschiedenen Sponsoren zusammen. „Neben klassischer monetärer Unterstützung sind auch Produktsponsorings, gerade unter professioneller Beratung, für uns unheimlich wichtig“, erklärt Kai-Jimmy Shen, der in der E-Technik-Abteilung des Teams Sonnenwagen für das Batteriesystem zuständig ist. So kam Hr. Shen im Frühjahr auf die RSG zu und erkundigte sich nach einer möglichen Unterstützung bei diversen DC/DC-Wandlern mit sehr weitem Eingangsbereich bis 160VDC – aus studentischer Sicht keine unerhebliche Investition.

 

Bei der RSG wurde nicht lange gezögert: selbstverständlich unterstützt man gerne ein so tolles Team bei einer solch außergewöhnlichen Challenge! So hatte es sich RSG Marketingleiter Bernd Pfeiffer auch nicht nehmen lassen, die Wandler im Sommer persönlich in Aachen zu übergeben und sich bei dieser Gelegenheit auch einmal detailliert den Wagen und die Technik erklären lassen. „Es ist ungemein inspirierend zu sehen, wie sich eine größere Gruppe junger – und schlauer – Köpfe unentgeltlich über Monate hinweg konzentriert und fokussiert zusammenfindet, um ein solch komplexes Projekt wie den Bau eines Rennwagens erfolgreich voranzutreiben!“, freut sich Pfeiffer über die allseits professionelle Aufstellung der Studenten und fügt hinzu: „Wir sind tatsächlich stolz, einen kleinen Beitrag zum Gelingen beitragen zu können.“

Uebergabe Sonnenwagen

Bernd Pfeiffer (v.r.) übergibt die 60W- und 150W-Bricks an Entwickler Kai Smit (v.l.), Kai-Jimmy Shen steht ganz rechts außen. (Foto: Team Sonnenwagen e.V.)

Fast eineinhalb Jahre hat Planung, Entwicklung und Bau des diesjährigen Flitzers gedauert. Kai Smit, Hauptverantwortlicher für Bordcomputer und Fahrzeugbeleuchtung, hatte die Platinen-Schaltung entwickelt und erläutert den Einsatz der Wandler: „Da unser Fahrzeug keine Niederspannungsbatterie hat, benötigen wir die Quarter- und Half-Bricks, um die vergleichsweise hohe Spannung aus den Solarmodulen auf das 12V-Bordnetz für Bordcomputer, Lichter, usw. zu wandeln. Und weil wir maximal energiesparend planen müssen, kommen dafür nur hoch-effiziente Wandler in Frage.“

 

Das Fahrzeug und Teile des Teams sind bereits nach Australien unterwegs… es gilt, das strenge australische Einreiseprozedere zu passieren und dann stehen Testfahrten an, bevor es am 13. Oktober endlich losgehen kann.

 

Das gesamte RSG-Team wünscht dem Team Sonnenwagen einen guten Rennstart und viel Erfolg auf der Strecke!!!